Gebete:

Gebete, mitgebracht von Gabriele Radeck-Jördens und Manfred Jördens in die Wochenschlußandacht:

Du kamst mir zuvor

Ich machte mich auf den Weg zu dir,
doch dann sah ich: du kamst mir entgegen.
Ich wollte sagen: Ich liebe dich,
doch schon hörte ich dich flüstern:
du bist mir lieb.
Ich wollte dich um Vergebung bitten,
doch ich erfuhr, du hättest mir längst vergeben.
Ich wollte dich Vater nennen,
doch ich entdeckte:Du lebtest in mir.
Mein Gott, ich werde nie der Erste sein.
Liegt darin mein Glück verborgen ?
Du kommst mir immer zuvor,
um mir nachzugehen.



Herr Gott,



der Alltag hält mich gefangen,
und ich komme nur schwer zur Ruhe.
Ich möchte meine Augen schließen
und ganz bei mir sein,
in mein Innerstes möchte ich schauen
und dich darin finden.
Herr, hilf mir, abzuwerfen, was mich belastet,
was meine Hände bindet,
was meine Sicht verstellt,
meine Füße lähmt,
mein Herz beschwert.
Ich möchte fassen, was du gibst.
Ich möchte sehen, was dich zeigt.
Ich möchte hinkommen, wo du bist.
Ich möchte frei sein wie du. Amen


Irischer Reisesegen aus dem 4.Jahrhundert

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst, und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.